Mittwoch, 13. August 2008

Pack die Badehose ein ...

Vom S-Bahnhof Treptower Park in Richtung Mitte, am Spreeufer entlang, ist man in einer viertel Stunde bei Berlins derzeit originellstem Schwimmbad.

Der Uferweg bietet ein grandioses Panorama. Die beiden Türme der Oberbaumbrücke nehmen das Rote Rathaus in ihre Mitte und der Fernsehturm dahinter wirkt in dieser Perspektive fast wie ein Souvenir.


Links ragen die TwinTowers in die Höhe, weisen so auf die baldige Zukunft dieses Spreeufers als Media-Spree-Trabanten-Stadt hin. Ein Volksbegehren, welches Mitte Juli die Pläne für die industrielle Bebauung dieses Gebietes gekippt hat, wird dem wohl auch nur kurz Einhalt gebieten. Die riesige Skulptur der "Molecule Men", im Wasser direkt vor uns, scheint sagen zu wollen: der Kampf läuft noch ...


Gegenüber dem Osthafengelände, dort wo der Landwehrkanal in die Spree einmündet, leuchtet das türkisblaue Rechteck des Flussbadeschiffes in dem grau-grün-silbernen Glitzern der Spree. Der zum Schwimmbecken umgebaute ehemalige Lastkahn - ursprünglich ein zeitlich begrenztes Kunstprojekt - erfreut sich großer Beliebtheit bei Badegästen.

Betrieben wird das Badeschiff und der angrenzende Strand mit Musik, Imbiss-Bars und Strandliegen von der Arena, einem Kulturbetrieb. Das bunte Treiben illustriert die romantischen Beschreibungen, mit denen die Gegner der Uferbebauung argumentierten.
Die Sonne steht schon tief, aber es ist immer noch heiß. Ein Hauch von Herbst liegt in der Luft – oder ist es nur der Rauch eines Grillfeuers, der von dem angrenzenden Brachland herweht?
Badehose an und rein ins kühle Nass. Noch können wir´s.

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