Sonntag, 27. Juli 2008

ZWENKATORIA

Mal was anderes? Sand und Krater statt laute Stadt? Kein Problem in Leipzig: der Mond ist im Süden.



Heute ist es heiß, extrem heiß. Die Sonne kennt kein Mitleid. Trotzdem: Mein Rad und ich, Handtuch auf dem Kopf und Wasser im Rucksack - auf nach Zwenkatoria! Der Tagebau am Ende der Welt - oder besser das Ende der Welt? Weder noch: eine ganz eigene Welt, eine Mondwelt.

Braun-schwarze Hänge, rote Wasserlachen und dunkelblaue Tümpel. Hier ist einiges anders. Ehemals wichtige Rohre und Kabel erzählen von damals, als hier die Kohle wohnte.
Die Fläche ist riesig. Beunruhigend groß. Vor allem zu Fuß erscheint das Areal kaum erschließbar. Ein Fahrrad mit griffigen Reifen und ausreichender Übersetzung hilft enorm beim Erklimmen der Abraumhalden.

Einzigartige Landschaft und eigenartige Natur - ein vergängliches Erlebnis: wird das alles doch bald am Seegrund liegen.

Die Reise in die Vergangenheit ist verwirrend. Rohre pumpen rostblutiges Wasser aus den Erdwunden. Die Narben im Boden werden planiert. Schön wirds werden. Es ist schon schön; etwas morbide zwar aber sehr besonders.

Neben Industrieromantikern haben hier aber auch Hobbyarchäologen viel zu entdecken. Hier werden ganze Zeitalter umsortiert. Eigene Regeln für Raum und Zeit. Vergangenheit und Zukunft sind auf mystische Art verbunden. Vielleicht habe ich am Anfang der Reise hier meine eigenen Spuren gesehen... wer weiß?

Sonntag, 20. Juli 2008

Hörspiel satt, aber wo bleibt der Sommer?


Das Wetter machte dem diesjährigen Hörspielsommer einen Strich durch die Rechnung. Zum 6. Mal seit 2003 luden die Veranstalter in den Richard-Wagner-Hain am Ufer der Elster. Mit witzigen Eigenproduktionen und professionellen Hörspielen für Groß und Klein, einem Wettbewerb sowie Live-Acts hat man vom 11. bis 20. Juli wieder versucht zahlreiche Zuhörer anzulocken. Sicher wäre das mit Kapital 1. Band, Moby Dick – Adventure Cut und anderen abwechslungsreichen Stücken auch gelungen, wenn nicht der Regen fast täglich eine Performance hingelegt hätte – also doch kein Radio-Tatort unter freiem Himmel.

Für ein Picknick oder als Zeitvertreib mit Freunden, Familie und kulturellem Hintergrund ist der Hörspielsommer mit über 70 gespielten Produktionen ideal. Der Sonnenuntergang am Elsterufer dient durchaus zum Alltagsausgleich.

Leider hat man es versäumt, so wie in den letzten Jahren Publikumsmagneten à la Olaf Schubert oder Zärtlichkeit mit Freunden zu engagieren. Vielleicht hat aber auch das Geld gefehlt. Die kostenlose Veranstaltung finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Sponsorengeldern. Hörspielfans und Freunde von Open-Air Veranstaltungen sollten sich dennoch auf das nächste Jahr mit hoffentlich viel mehr Sonne freuen.

Hörspielarchiv 2008

Freitag, 4. Juli 2008

Einmal Sender an Empfänger und nicht zurück



Wer viel zu sagen hat, dem fällt das Zuhören manchmal schwer. Der Eindruck drängt sich beim Erstkontakt mit dem Online-Auftritt des Bayrischen Rundfunks auf. Die neu gestaltete Website wirkt ein wenig, als könnte sie vor lauter Inhalten kaum gehen. Die Informationsvielfalt ist dabei gemessen an ihrem Umfang übersichtlich strukturiert. Doch ist das Online-Angebot vor allem ein Spiegel des Offline-Programms - programmbegleitend ganz im Sinne des Rundfunkstaatsvertrages. Alles rechtens sozusagen. Die Möglichkeiten der Nutzerbeteiligung bleiben dabei allerdings weitgehend auf der Strecke. Sie reduzieren sich überwiegend auf die Kommentarmöglichkeit bei den Blogs der unterschiedlichen Redaktionen. Viele dieser Blogs wirken indes wie ein Missverständnis. Ein Blog ist eben etwas anderes als eine Möglichkeit der Programmkritik. www.br-online.de

ZEIT online und User Generated Content



Die ZEIT.de als Webangebot der Wochenzeitschrift ging schon sehr früh den Weg ins Internet. Neben redaktionellen Inhalten hat ZEIT.de es verstanden den User frühzeitig in den Kommunikationsprozess einzubinden. Ob Kommentare oder Social Bookmarking, der User kann sich nach kurzer Registrierung direkt am Wissenstransfer mit beteiligen.

Mit zunehmender Etablierung des user generated content erweiterte ZEIT.de das Angebot um einen eigenen Community-Bereich sowie Rubriken kategorisierter Weblogs. Seit kurzem geht die User-Beteiligung noch weiter: Die Community hat die Möglichkeit eigene Umfragen zu erstellen bzw. Leserbriefe zu diskutieren.

Acht Seiten Spannung und Information über…


... Bambus?! (Heft 8/1998) GEO.de ist das Online-Pendant zu den hochwertigen Magazinen. Der User findet umfangreiche Informationen und klasse Bilder zu den Themen Wissenschaft, Kultur und Reisen. Atemberaubende Fotografien entführen in so noch nie gesehene Naturkulturriesenminaturwelten. Nutzern mit dem Blick fürs Besondere ermöglicht GEO.de, eigene Fotos hochzuladen, die dann an Wettbewerben teilnehmen oder es sogar zum Leserfoto des Monats schaffen können. Das Bilderbuch für Erwachsene mit der Extraportion Wissen lädt ein auf eine abenteuerliche Phantasiereise über den digitalen Globus. Ob in das nordfriesische Schilf oder in thailändische Bambuswälder, der Kurzurlaub für Zwischendurch ist immer eine Buchung wert.

Handelsblatt.com: Experten unter sich

Die Startseite von Handelsblatt.com präsentiert sich erwartungsgemäß mit starkem Bezug zum Muttermedium. Ressorts und Rubriken der Printausgabe sind in den Navigationsleisten leicht wiederzufinden. Zeitgemäß werden im neu überarbeiteten Web-Angebot auch die Trümpfe der Online-Darstellung gekonnt ausgespielt: mehrebige Grafiken, Bildergalerien, Podcasts, Videobeiträge, Foren und Weblogs. Die Nutzer können sich offensichtlich nicht nur auf hohem journalistischen und technischen Niveau informieren, sondern werden sogar eingebunden. Warum auch nicht Wissen, Aufmerksamkeit und Engagement der Leser nutzen? Zum Beispiel über Weblogs, diese beliebten tagebuchartigen Eintragslisten. Doch Handelsblatt-Weblogs bestehen aus nur einem Artikel, welcher maximal kommentiert werden kann. Wollen Anleger und Entscheider sich einbringen, ohne Handelsblatt-Autoren zu werden, können sie dies weiterhin nur in den Randbereichen: hier ein social bookmark setzen, da einen Artikel mit drei oder vier Sternen bewerten, dort an einer kleinen Umfrage teilnehmen und, wenn es unbedingt sein muss, einen Forumsbeitrag beisteuern, selbstverständlich erst nach Anmeldung.

"Erwachsen sein" ist nicht so ihr Ding


"Eigentlich sollten wir erwachsen werden" - so identifizieren sich die Leser des Magazins NEON und die User des erweiterten Online-Angebots. Manch einer fragt sich jetzt: Warum werdet ihr es nicht einfach? Antworten finden sich genügend. Bei NEON.de werden Themen beackert, die vermeintlich unerwachsen sind. Vielleicht sind sie aber auch nur weniger politisch. Vor allem kann sich der User selbst einbringen – Artikel schreiben, Fotos hochladen, Kontakte knüpfen, Gleichgesinnte finden. Und ohne Kommentar geht schon mal gar nix.

Die Redaktion – immer mit einem Auge auf den Beiträgen – setzt sich aus der Zielgruppe zusammen. Wer sich für Mode, Musik oder auch persönliche Reiseberichte und Fotos interessiert, ist in der Welt der „Kindsköpfe“ sehr gut aufgehoben.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Willkommen im Mediencampus Leipzig

Das Gebäude des Mediencampus Leipzig, Poetenweg 28, wurde mit der "Anerkennung zum Architekturpreis 2007" des BDA Sachsen ausgezeichnet. Studierende am Mediencampus entdeckten das Bauwerk aus ungewohnten Perspektiven.

Architektur in Rot und Schwarz





weiße Fliegenpilze


Große Fensterflächen


- no comment -







rein in die box

immer schön senkrecht

Campus von außen


In Erwartung




spieglein, spieglein ...

Blickwinkel