Samstag, 16. August 2008

Waldzauber - dem Himmel ein Stück näher

Neißeaue OT Zentendorf. Im östlichsten Deutschland tut sich eine fabelhafte Wunderwelt auf. Es ist die Geschichte um den Inselkönig, der in einem kleinen abgeschiedenen Fleckchen versteckt über seine Trolle und Inselgeister wacht. Bricht die Dunkelheit herein, ziehen sie sich in ihre Erdhügel, Eichenfässer, Tippis oder Baumwipfeln zurück.

Zu sehen ist dieses Schauspiel auf der Kulturinsel Einsiedel, die Erbauer Jürgen Bergmann 1990 ins Leben rief. Auf dem ehemaligen Waldbauernhof unmittelbar an der deutsch-polnischen Grenze werden Jung und Alt von seinen hölzernen Kunstwerken in den Bann gezogen. 

Besonderes Erlebnis des Kulturparks ist eine Übernachtung zehn Meter über dem Erdboden in einem der acht Baumhäuser. Dies ist seit 2005 das erste Baumhaushotel Deutschlands. Ob Fionas Luftschloss oder Thor Alfsons Astpalast, jedes ist ein Abenteuer für 4-6 Personen wert. Die unscheinbaren Häuser, versteckt in den Baumwipfeln, entpuppen sich als großräumiges und liebevoll eingerichtetes Schatzkästchen. Wem das noch nicht genug, dem hilft die Höhen-Schock-Dusche mit Freilufttrocknung.  


Durch den starken Zuspruch von touristischen Trollen und Geistern ist der erschwingliche Eintritt in die Inselwelt werktags außerhalb der Schulferien sehr zu empfehlen. 

Freitag, 15. August 2008

Online-Kommunikation vs. Traditionelle Massenkommunikation


Kurzrezension zur Habilitationsschrift von Josef Trappel PODCAST

Lehrbuch für Internetjournalisten von gestern


[Podcast] Das Lehrbuch „Internetjournalismus“ von Klaus Meier ist ein Standardwerk – nur leider lässt eine Neuaflage auf sich warten..
Eine Rezension.







Text:

Internetjournalismus

Man stelle sich vor: ein Journalist, Anfang 40, gute Stellung bei einer regionalen Zeitung. Die Ansage: wir gehen jetzt online! Der Auftrag: bilde dich mal weiter.

Der Journalist steht vor einem Problem: für eine Weiterbildung ist keine Zeit. Also ein Buch. Aber welches?

Ein Standardwerk: Internetjournalismus von Klaus Meier. Klaus Meier ist Professor für Journalistik in Darmstadt.

Das Lehrbuch behandelt recht ausführlich Themen wie „Die Internetredaktion“, „Rechtliche Aspekte“ oder “Recherchepraxis“. Leider ist die aktuelle Ausgabe von 2002. Das ist für das Internet einfach zu alt. Viele Inhalte sind überholt oder mittlerweile schlichtweg falsch. Schade, dass es so lange keine Neuauflage gab, denn Klaus Meier ist gut. Die Erstauflage von „Internetjournalismus“ galt 1998 als Durchbruch. Damals war es das erste seiner Art.

Was aber sollte unser Journalist tun? Ganz einfach: ins Internet gehen! Es gibt eine Fülle an Blogs, die sich genau mit dem Thema Internet- oder Onlinejournalismus beschäftigen. Die Inhalte sind aktuell und man kann sogar nachfragen, wenn man etwas nicht versteht. Dafür gibt es Foren. Unsere Empfehlung: www.onlinejournalismus.de.


Wie geht online?


Ein Handbuch für Online-Praktiker und solche die es werden wollen.

hier Podcast



Die Zukunft des Journalismus ist crossmedial



Podcast: (mp3-Version)
Kurzrezension des Handbuchs "Crossmedia" von Christian Jakubetz (Neuerscheinung)

Donnerstag, 14. August 2008

Protest-Attacke auf Lufthansa-Webseite strafbar?

Wie weit darf Protest im Internet gegen Firmen ohne juristische Folgen gehen? (77 Zeichen)

Versammlungsfreiheit im Internet?

Klage gegen Online-Aktisten bei Gericht nach Blockade von Firmenwebseite. (73 Zeichen)

Online-Attacke auf Lufthansa AG war strafbar

Amtsgericht Frankfurt verurteilt Online-Aktivisten nach Webseiten-Blockade zu Schadensersatz. (91 Zeichen)

Gericht schießt Vogel ab – Lufthansa darf weiterfliegen

Abschiebungsflüge sind korrekt, Online-Proteste werden verurteilt

Entscheidung zur Online-Demonstration auf lufthansa.de gefallen

Trotz ordnungsgemäßer Ankündigung wurde Andreas-Thomas Vogel für die Online-Blockade zu 90 Tagessätzen verurteilt. 

Blockade der Lufthansa-Website nicht rechtens

Gericht sieht in der Protestaktion keine legitime Demonstrationsform

Abschiebung ja – Aktionäre stören nein

Online-Protest wird gerichtlich abgestraft

In Zukunft wieder Sitzblockade?

Online-Proteste gehen vor Gericht nicht durch

Mehr als nur ziviler Ungehorsam

Das Amtsgericht Frankfurt verhängte 90 Tagessätze im Prozess um die Online-Blockade der Lufthansa.

Vogel gegen Kranich

Der Angeklagte Andreas-Thomas Vogel unterliegt im Prozess um die Blockade der Lufthansa-Website.

Lufthansa-Gegner gerichtlich verurteilt

Online-Blockade findet keine Legitimation als neue Form zivilen Ungehorsams

Vogel für Sit-In auf lufthansa.com verurteilt

Das Gericht verurteilte den Angeklagten im Prozess um die Online-Blockade zu 90 Tagessätzen. (92 Zeichen)


Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte den Angeklagten im Prozess um die Online-Blockade zu 90 Tagessätzen. (106 Zeichen)

Online-Blockade gegen Lufthansa war Straftat

[Frankfurt] Soeben wurde der Anstifter des Protests verurteilt. Dem Unternehmen war großer Schaden entstanden.

Zeichen: 98
mit [Frankfurt]: 110 ; )

Online-Blockaden begründen keine Versammlungsfreiheit

Das Amtsgericht Frankfurt verurteilt den Online-Demonstranten für seine Blockade bei lufthansa.com

Mittwoch, 13. August 2008

Pack die Badehose ein ...

Vom S-Bahnhof Treptower Park in Richtung Mitte, am Spreeufer entlang, ist man in einer viertel Stunde bei Berlins derzeit originellstem Schwimmbad.

Der Uferweg bietet ein grandioses Panorama. Die beiden Türme der Oberbaumbrücke nehmen das Rote Rathaus in ihre Mitte und der Fernsehturm dahinter wirkt in dieser Perspektive fast wie ein Souvenir.


Links ragen die TwinTowers in die Höhe, weisen so auf die baldige Zukunft dieses Spreeufers als Media-Spree-Trabanten-Stadt hin. Ein Volksbegehren, welches Mitte Juli die Pläne für die industrielle Bebauung dieses Gebietes gekippt hat, wird dem wohl auch nur kurz Einhalt gebieten. Die riesige Skulptur der "Molecule Men", im Wasser direkt vor uns, scheint sagen zu wollen: der Kampf läuft noch ...


Gegenüber dem Osthafengelände, dort wo der Landwehrkanal in die Spree einmündet, leuchtet das türkisblaue Rechteck des Flussbadeschiffes in dem grau-grün-silbernen Glitzern der Spree. Der zum Schwimmbecken umgebaute ehemalige Lastkahn - ursprünglich ein zeitlich begrenztes Kunstprojekt - erfreut sich großer Beliebtheit bei Badegästen.

Betrieben wird das Badeschiff und der angrenzende Strand mit Musik, Imbiss-Bars und Strandliegen von der Arena, einem Kulturbetrieb. Das bunte Treiben illustriert die romantischen Beschreibungen, mit denen die Gegner der Uferbebauung argumentierten.
Die Sonne steht schon tief, aber es ist immer noch heiß. Ein Hauch von Herbst liegt in der Luft – oder ist es nur der Rauch eines Grillfeuers, der von dem angrenzenden Brachland herweht?
Badehose an und rein ins kühle Nass. Noch können wir´s.

Klassik airleben im Leipziger Rosental

video



Wetter, Landschaft, Musik und Menschen – ein Klassik-Openairkonzert schafft Dimensionen, die kein Regisseur erdenken kann. Zum fünften Mal in Folge luden Oper und Gewandhaus Leipzig am 11. und 12. Juli zum Saisonabschluss ins Rosental.

Während bei der „Mediterranen Opernreise“ am Freitag noch einige Gäste wegen des vorangegangenen Regens ausblieben, war das Große Concert des Gewandhauses am Sonnabend ausverkauft.

Tausende strömten mit Decken und Picknickausrüstung zur „Russischen Nacht“ mit Gastdirigent Sir Andrew Davis („Last Night of the Proms“). Selbst Familien mit kleinen Kindern und Konzert-Abenteurer zieht es bei Ticketpreisen von 6 Euro (Picknickplatz) und 12 Euro (Sitzplatz) zu dem stimmungsvollen Abend in grandiosem Ambiente.

Musik versöhnt. Rasante wie romantische Stücke von Tschaikowski, Rachmaninow, Khachaturian und Mussorgski ließen das Gerangel um die letzten Plätze schnell vergessen und Starpianist Jean-Yves Thibaudet schickte einen Klangzauber in den Konzerthimmel, durch den die Vögel von den strohgedeckten Schirmdächern der nahen Kiwara-Savanne mit weichen Schwüngen über die Bühne hinweg zu ihren Schlafplätzen in den Baumwipfeln zogen.

Montag, 11. August 2008

Seeräuber für eine Nacht


Klaus Störtebeker war ein berüchtigter Seeräuber. Nach seiner Enthauptung soll er mit dem Kopf unter dem Arm noch an 11 seiner Gefährten vorbeigelaufen seien, um deren Leben zu retten.


Seit 15 Jahren erzählen die Störtebeker Festspiele mit etwa 150 Schauspielern und 50 Pferden auf der Naturbühne in Ralswiek Rügen jedes Jahr eine von vielen Legenden über sein Leben.


Diesmal muss sich Klaus Störtebeker (Sascha Gluth) der Herausforderung stellen, Stockholm vor der dänischen Belagerung zu schützen. Die Dänen können zwar die Festung nicht besetzen, versperren aber jeglichen Zugang. Durch einen riskanten Plan schleicht sich Störtebeker auf den Hof der dänischen Königin ein und will so die Belagerung von hier aufhalten.


Während des Stückes kommt es immer wieder zu herzhaften Wortgefechten, kurzen Schwertkämpfen und lauten Kanonenangriffen inklusive anschließendem Feuer. Störtebekers Liebelei mit Katharina (Nadja Kruse) sorgt für den romantischen Beigeschmack und die in die Handlung integrierten Schiffe und Pferde erfreuen jedes Kinderherz. Spezialeffekte und ein abschließendes Höhenfeuerwerk vor der atemberaubenden Kulisse runden das Spektakel ab. So ist für die ganze Familie etwas dabei. Ach so und für die ältere Generation untermalt der Sänger Wolfgang Lippert Pausen und Übergänge.

Sonntag, 10. August 2008

Virtuelles Lagerfeuer im Hinterzimmer

Lena und Franzi pflegen ein Ritual. Jeden Sonntag 20.15 Uhr schauen sie in wohnzimmerlicher Atmosphäre den „Tatort“. Allerdings sitzen sie nicht zu Hause, sondern im „Besser Leben“, einer kleinen Wohnzimmer-Bar im Südwesten Leipzigs.

In der Holbeinstraße 2 gehen sonntags 20.15 Uhr die Lichter im hinteren Raum aus und die Gäste verstummen. Alle Handys scheinen ausgeschaltet, niemand raschelt oder schwatzt und einen überbackenen Toast sollte man vielleicht nicht unbedingt jetzt bestellen. Auch wenn er nur 1,80 kostet. Obwohl sich der Mord zum Sonntag vom Tresen aus noch akustisch verfolgen lässt, werden die späteren Gäste ein kleinwenig ungeduldig bedient.

Das „Besser Leben“ hat täglich von 19 bis 22 Uhr geöffnet. Da auch die Wirte sonntags nicht auf den „Tatort“ verzichten möchten, hängt an diesen Abenden eine Leinwand im hinteren Zimmer. Nur wenige der 15 bis 20 Gäste rauchen gelegentlich. Für Lena und Franzi, die keinen Fernseher besitzen, gehören Ausgehen und der „Tatort“ zum Ende eines anständigen Wochenendes. Vorher kochen und essen sie gemeinsam. Wem das zu sehr der Abendbeschäftigung seiner Eltern gleicht, geht zehn Minuten bis zum „Noch Besser Leben“, der dazugehörigen Veranstaltungskneipe in der Merseburgerstraße 25.

Feierabend in luftiger Höhe

Der Sky Beach in Köln



Köln, das ist doch eine Stadt, in der man was erleben kann. Denkste! In der Altstadt – nur Touristen und überteuertes Kölsch. Alles, was nett ist und sich für ein Feierabendbier mit den Kollegen anbieten würde, ist weiter draußen... Aber in der direkten Innenstadt? Das ist doch eine Lücke, dachten sich ein paar schlaue Füchse. Nur: Immobilien sind rar und teuer.

Die Lösung: ein Parkhaus. Aber das ist nicht schön! Oder? Doch, mit ein bisschen Deko und Sand und Palmen wird’s wirklich schön – denn wo sonst hat man diesen Blick über die Stadt? Da ist es auch zu verkraften, dass das Bier nicht frisch gezapft sondern aus der kleinen Flasche kommt und vergleichsweise teuer ist. Dafür ist der Einttritt kostenlos...

Egal! Studenten lümmeln sich neben Bürohengsten, die noch die Krawatte lockern müssen, und der digitalen Boheme. Es ist ein bisschen versteckt und man muss wissen, wo man hin will - aber dann wird man belohnt mit „d'r Aussicht op d’r Dom“, kühlem Bier, chilliger Musik, tollen Himmelbetten, Sand zwischen den Zehen…ein bisschen Urlaub halt, nach Feierabend! Und ab und zu gibt’s sogar coole Events und Afterwork-Parties. Leider nur im Sommer – aber bei kölschem Nieselwetter im November würde man wohl eh nicht herkommen, sondern sich auf die neue Saison freuen, auf dem Parkhausdeck über der Kölner City!
www.skybeach.de

Freitag, 1. August 2008

Alles im Wunderland



Der Zaun zerschlägt Scheinwerfer und Kühlergrill, dann schießt der Wagen über die Felskante in den Abgrund. Das Unglück ereignet sich in einem kleinen Ferienort in der Schweiz. Ein paar Meter weiter rechts in Norddeutschland springt gleichzeitig ein Junge in einem Freibad vom Zehnmeterturm – weder er noch das Auto werden unten ankommen.

In der Straße Kehrwieder 2 in der Hamburger Speicherstadt hat die Wirklichkeit ihre eigenen Gesetze. Ein Tag dauert gerade mal 15 Minuten. Der Besucher schreitet durch die Landschaft wie ein Riese durch Liliput. Im Miniatur Wunderland ist die Welt um den Faktor 87 geschrumpft. Es sind vor allem die Details, die kleinen Geschichten und kuriosen Szenen, die einen Besuch so lohnenswert machen. Wie bei einem Wimmel-Bild von Ali Mitgutsch wandert der Blick vom im Sonnenblumenfeld versteckten Liebespaar über die tatsächlich blitzende Radarfalle bis zu Supermann, der den in der Schweiz verunglückten Wagen vor der Schlucht bewahrt.

Wer eine Reise in die Wunderwelt plant, sollte allerdings außerhalb der Stoßzeiten kommen. Sonst läuft er Gefahr die meiste Zeit seines Aufenthaltes – der leicht über drei Stunden dauern kann – im überfüllten Warteraum zu verbringen.

http://www.miniatur-wunderland.de/

Sonntag, 27. Juli 2008

ZWENKATORIA

Mal was anderes? Sand und Krater statt laute Stadt? Kein Problem in Leipzig: der Mond ist im Süden.



Heute ist es heiß, extrem heiß. Die Sonne kennt kein Mitleid. Trotzdem: Mein Rad und ich, Handtuch auf dem Kopf und Wasser im Rucksack - auf nach Zwenkatoria! Der Tagebau am Ende der Welt - oder besser das Ende der Welt? Weder noch: eine ganz eigene Welt, eine Mondwelt.

Braun-schwarze Hänge, rote Wasserlachen und dunkelblaue Tümpel. Hier ist einiges anders. Ehemals wichtige Rohre und Kabel erzählen von damals, als hier die Kohle wohnte.
Die Fläche ist riesig. Beunruhigend groß. Vor allem zu Fuß erscheint das Areal kaum erschließbar. Ein Fahrrad mit griffigen Reifen und ausreichender Übersetzung hilft enorm beim Erklimmen der Abraumhalden.

Einzigartige Landschaft und eigenartige Natur - ein vergängliches Erlebnis: wird das alles doch bald am Seegrund liegen.

Die Reise in die Vergangenheit ist verwirrend. Rohre pumpen rostblutiges Wasser aus den Erdwunden. Die Narben im Boden werden planiert. Schön wirds werden. Es ist schon schön; etwas morbide zwar aber sehr besonders.

Neben Industrieromantikern haben hier aber auch Hobbyarchäologen viel zu entdecken. Hier werden ganze Zeitalter umsortiert. Eigene Regeln für Raum und Zeit. Vergangenheit und Zukunft sind auf mystische Art verbunden. Vielleicht habe ich am Anfang der Reise hier meine eigenen Spuren gesehen... wer weiß?

Sonntag, 20. Juli 2008

Hörspiel satt, aber wo bleibt der Sommer?


Das Wetter machte dem diesjährigen Hörspielsommer einen Strich durch die Rechnung. Zum 6. Mal seit 2003 luden die Veranstalter in den Richard-Wagner-Hain am Ufer der Elster. Mit witzigen Eigenproduktionen und professionellen Hörspielen für Groß und Klein, einem Wettbewerb sowie Live-Acts hat man vom 11. bis 20. Juli wieder versucht zahlreiche Zuhörer anzulocken. Sicher wäre das mit Kapital 1. Band, Moby Dick – Adventure Cut und anderen abwechslungsreichen Stücken auch gelungen, wenn nicht der Regen fast täglich eine Performance hingelegt hätte – also doch kein Radio-Tatort unter freiem Himmel.

Für ein Picknick oder als Zeitvertreib mit Freunden, Familie und kulturellem Hintergrund ist der Hörspielsommer mit über 70 gespielten Produktionen ideal. Der Sonnenuntergang am Elsterufer dient durchaus zum Alltagsausgleich.

Leider hat man es versäumt, so wie in den letzten Jahren Publikumsmagneten à la Olaf Schubert oder Zärtlichkeit mit Freunden zu engagieren. Vielleicht hat aber auch das Geld gefehlt. Die kostenlose Veranstaltung finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Sponsorengeldern. Hörspielfans und Freunde von Open-Air Veranstaltungen sollten sich dennoch auf das nächste Jahr mit hoffentlich viel mehr Sonne freuen.

Hörspielarchiv 2008

Freitag, 4. Juli 2008

Einmal Sender an Empfänger und nicht zurück



Wer viel zu sagen hat, dem fällt das Zuhören manchmal schwer. Der Eindruck drängt sich beim Erstkontakt mit dem Online-Auftritt des Bayrischen Rundfunks auf. Die neu gestaltete Website wirkt ein wenig, als könnte sie vor lauter Inhalten kaum gehen. Die Informationsvielfalt ist dabei gemessen an ihrem Umfang übersichtlich strukturiert. Doch ist das Online-Angebot vor allem ein Spiegel des Offline-Programms - programmbegleitend ganz im Sinne des Rundfunkstaatsvertrages. Alles rechtens sozusagen. Die Möglichkeiten der Nutzerbeteiligung bleiben dabei allerdings weitgehend auf der Strecke. Sie reduzieren sich überwiegend auf die Kommentarmöglichkeit bei den Blogs der unterschiedlichen Redaktionen. Viele dieser Blogs wirken indes wie ein Missverständnis. Ein Blog ist eben etwas anderes als eine Möglichkeit der Programmkritik. www.br-online.de

ZEIT online und User Generated Content



Die ZEIT.de als Webangebot der Wochenzeitschrift ging schon sehr früh den Weg ins Internet. Neben redaktionellen Inhalten hat ZEIT.de es verstanden den User frühzeitig in den Kommunikationsprozess einzubinden. Ob Kommentare oder Social Bookmarking, der User kann sich nach kurzer Registrierung direkt am Wissenstransfer mit beteiligen.

Mit zunehmender Etablierung des user generated content erweiterte ZEIT.de das Angebot um einen eigenen Community-Bereich sowie Rubriken kategorisierter Weblogs. Seit kurzem geht die User-Beteiligung noch weiter: Die Community hat die Möglichkeit eigene Umfragen zu erstellen bzw. Leserbriefe zu diskutieren.

Acht Seiten Spannung und Information über…


... Bambus?! (Heft 8/1998) GEO.de ist das Online-Pendant zu den hochwertigen Magazinen. Der User findet umfangreiche Informationen und klasse Bilder zu den Themen Wissenschaft, Kultur und Reisen. Atemberaubende Fotografien entführen in so noch nie gesehene Naturkulturriesenminaturwelten. Nutzern mit dem Blick fürs Besondere ermöglicht GEO.de, eigene Fotos hochzuladen, die dann an Wettbewerben teilnehmen oder es sogar zum Leserfoto des Monats schaffen können. Das Bilderbuch für Erwachsene mit der Extraportion Wissen lädt ein auf eine abenteuerliche Phantasiereise über den digitalen Globus. Ob in das nordfriesische Schilf oder in thailändische Bambuswälder, der Kurzurlaub für Zwischendurch ist immer eine Buchung wert.

Handelsblatt.com: Experten unter sich

Die Startseite von Handelsblatt.com präsentiert sich erwartungsgemäß mit starkem Bezug zum Muttermedium. Ressorts und Rubriken der Printausgabe sind in den Navigationsleisten leicht wiederzufinden. Zeitgemäß werden im neu überarbeiteten Web-Angebot auch die Trümpfe der Online-Darstellung gekonnt ausgespielt: mehrebige Grafiken, Bildergalerien, Podcasts, Videobeiträge, Foren und Weblogs. Die Nutzer können sich offensichtlich nicht nur auf hohem journalistischen und technischen Niveau informieren, sondern werden sogar eingebunden. Warum auch nicht Wissen, Aufmerksamkeit und Engagement der Leser nutzen? Zum Beispiel über Weblogs, diese beliebten tagebuchartigen Eintragslisten. Doch Handelsblatt-Weblogs bestehen aus nur einem Artikel, welcher maximal kommentiert werden kann. Wollen Anleger und Entscheider sich einbringen, ohne Handelsblatt-Autoren zu werden, können sie dies weiterhin nur in den Randbereichen: hier ein social bookmark setzen, da einen Artikel mit drei oder vier Sternen bewerten, dort an einer kleinen Umfrage teilnehmen und, wenn es unbedingt sein muss, einen Forumsbeitrag beisteuern, selbstverständlich erst nach Anmeldung.

"Erwachsen sein" ist nicht so ihr Ding


"Eigentlich sollten wir erwachsen werden" - so identifizieren sich die Leser des Magazins NEON und die User des erweiterten Online-Angebots. Manch einer fragt sich jetzt: Warum werdet ihr es nicht einfach? Antworten finden sich genügend. Bei NEON.de werden Themen beackert, die vermeintlich unerwachsen sind. Vielleicht sind sie aber auch nur weniger politisch. Vor allem kann sich der User selbst einbringen – Artikel schreiben, Fotos hochladen, Kontakte knüpfen, Gleichgesinnte finden. Und ohne Kommentar geht schon mal gar nix.

Die Redaktion – immer mit einem Auge auf den Beiträgen – setzt sich aus der Zielgruppe zusammen. Wer sich für Mode, Musik oder auch persönliche Reiseberichte und Fotos interessiert, ist in der Welt der „Kindsköpfe“ sehr gut aufgehoben.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Willkommen im Mediencampus Leipzig

Das Gebäude des Mediencampus Leipzig, Poetenweg 28, wurde mit der "Anerkennung zum Architekturpreis 2007" des BDA Sachsen ausgezeichnet. Studierende am Mediencampus entdeckten das Bauwerk aus ungewohnten Perspektiven.

Architektur in Rot und Schwarz





weiße Fliegenpilze


Große Fensterflächen


- no comment -







rein in die box

immer schön senkrecht

Campus von außen


In Erwartung




spieglein, spieglein ...

Blickwinkel







Donnerstag, 26. Juni 2008

Impressum

V.i.S.d. TMG: Gabriele Hooffacker
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Arnulfstr. 111-113
80634 München
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